„Wenn ich eine Rechnung schreiben muss, gehe ich in Schockstarre.“
Die Kundin, die mir das gesagt hat, führt seit Jahren ein erfolgreiches Business. Sie weiß was sie tut, sie liebt ihre Arbeit und sie liefert großartige Ergebnisse.
Und trotzdem passiert es: Freeze.
Eine andere Kundin sagte zu mir: „Wenn ich das Chaos sehe und nicht weiß wo was ist, gehe ich in Schockstarre.“
Einfach: Stopp. Rien ne va plus.
Freeze ist eine neurologische Schutzreaktion. Das Gehirn schaltet auf Pause – manchmal weil zu viel auf einmal da ist, manchmal weil der Einstieg fehlt, manchmal weil das Chaos so groß wirkt, dass es keinen Anfang gibt.
Der Auslöser ist jedes Mal ein anderer, das Ergebnis dasselbe: Es priorisiert, indem es erstmal gar nichts tut.
Das Gemeine daran ist – es trifft meistens genau die Menschen, die eigentlich viel tun, die ambitioniert sind und ihr Business wirklich ernst nehmen.
Wer gleichgültig wäre, würde einfach aufgeben.
Freeze entsteht aus dem Gegenteil von Gleichgültigkeit.
Freeze hat viele Gesichter. Nicht immer sitzt man regungslos vor dem Bildschirm.
Manchmal sieht Freeze so aus:
Du öffnest dein E-Mail-Postfach. Schließt es wieder. Öffnest Instagram. Schließt es wieder. Öffnest das E-Mail-Postfach.
Du weißt genau, was ansteht – und putzt stattdessen (zu) gründlich die Küche.
Du schreibst eine To-Do-Liste. Dann noch eine Prioritäten-Liste. Und denkst, du fängst später an.
Du hast einen wichtigen Task seit drei Wochen auf der Liste und er wandert täglich nach unten.
Das ist Freeze. Und es kostet mehr Energie als die Aufgabe selbst.
Freeze trifft nicht alle Aufgaben gleich. Es gibt Aufgaben, die einfach laufen – und dann gibt es die Aufgaben, die sich anfühlen, als würdest du durch Zement waten.
Woran liegt das?
Unklarheit. Wenn eine Aufgabe zu groß, zu vage oder zu unstrukturiert ist, findet das Gehirn keinen Einstieg. Ohne Einstieg – kein Start.
Perfektionismus. Wenn es „perfekt“ sein muss, bevor es rausgeht, wird aus einer Aufgabe ein Projekt. Aus einem Projekt wird ein Berg. Berge besteigt man nicht spontan.
Zu viel auf einmal. Wenn alles gleichzeitig wichtig und dringend wirkt, entscheidet das Gehirn: nichts davon. Und scrollt durch Instagram oder meint, 3 Stunden für die Erstellung des nächsten Beitrags sei angemessen.
Fehlende Struktur. Wenn Dokumente irgendwo sind, Prozesse nirgendwo festgehalten werden und man bei jeder Aufgabe erst einmal suchen muss – kostet der Einstieg schon so viel Energie, dass man lieber gar nicht erst anfängt.
Mach den Einstieg so klein, dass er lächerlich einfach wirkt. Eine E-Mail. Ein Dokument. Fünf Minuten. Das Gehirn braucht ein erstes Erfolgserlebnis – danach läuft es meistens von selbst.
Klarheit schaffen, bevor du anfängst. Was genau ist die Aufgabe? Was ist der erste konkrete Schritt? Also nicht gleich „Buchhaltung abschließen“ – sondern jetzt mal nur „eine Rechnung öffnen“.
Baue eine grobe Struktur einmalig auf – und denke dann erst mal nicht weiter darüber nach. Wenn alles seinen Platz hat, Prozesse klar sind und du weißt wo was ist, entfällt der mentale Aufwand des Einstiegs fast komplett.
Du musst dich nicht dauerhaft durch dein Backoffice kämpfen.
Lass uns gemeinsam schauen, welche Dinge gerade unverhältnismäßig schwer wirken – und wie wir wieder mehr Flow, einfachere Abläufe und mehr Leichtigkeit in dein Business bringen können.
In diesem Erstgespräch finden wir heraus, wo es stockt und was den ersten Schritt leichter macht
Herzlichst,
Annika
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